Taufe Jesu durch Johannes d. Täufer
Taufstein in der Bienroder Kirche

Taufe

Ein Kind ist geboren. Wir halten ein kleines Wunder im Arm, bestaunen die winzige Vollkommenheit des Gesichtes,der Hände und Füße. Ein kleiner, eigener unverwechselbarer Mensch, unendlich angewiesen auf andere, um leben und sich entfalten zu können. Welch ein Glück, welche Freude für die Eltern - aber auch: welche Herausforderung, welche Verantwortung für das heranwachsende Leben!

"Fürchte dich nicht, ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein!" Dieses Bibelwort aus dem Profeten Jesaja drückt den Segen Gottes aus, der gerade dem kleinen, verletzlichen Leben gilt. Darin hat die Kindertaufe, auch wenn sie nicht biblisch begründet ist, ihren guten Sinn: Die Liebe Gottes gilt einem Menschen, bevor er oder sie selbst lieben, selbst etwas geben oder entscheiden kann.

Neben der Segnung bedeutet die Taufe zugleich die Aufnahme in die Kirche. Darum wollen manche Eltern ihre Kinder selbst entscheiden lassen, ob sie getauft werden und dann zur Kirche gehören wollen oder nicht - kaum ein Jahrgang, in dem nicht mehrere Konfirmanden vor ihrer Konfirmation getauft werden.

War es früher die Regel, Kinder innerhalb der ersten 3 Lebensmonate zu taufen, so sind heute Taufen in jedem Alter, vom Neugeborenen bis zum Jugendlichen und zum Erwachsenen üblich.

Bei der Taufe wird dem Täufling ein Bibelwort zugesprochen, das ihn begleiten soll. Sie können die Auswahl des Taufspruchs ihrem Pfarrer überlassen, aber natürlich auch selbst einen Bibelvers suchen, der für das Leben Ihres Kindes Bedeutung haben soll. Die Taufkerze, die dem Kind überreicht wird, weist hin auf Christus, der gesagt hat: "Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben."

Neben den Eltern bekennen sich bei der Taufe auch die Paten zur
Verantwortung für die  Erziehung des Täuflings. Voraussetzung für
das Patenamt ist die Mitgliedschaft in der Kirche. In der Regel werden zwei Paten benannt, es sind aber auch mehr möglich. Bei einer evangelischen Taufe soll einer der Paten evangelischer Konfession sein.

Die Anmeldung zur Taufe erfolgt im örtlichen Pfarramt. Bitte legen Sie die Geburtsurkunde vor - ein Exemplar wird vom Standesbeamten speziell für religiöse Zwecke ausgefertigt. Für Paten, deren 1. Wohnsitz außerhalb der taufenden Ortsgemeinde liegt, ist ein Patenschein des Wohnsitzpfarramtes erforderlich, der die Mitgliedschaft in einer christlichen Kirche bescheinigt.

Vor der Taufe sucht Sie Ihr Pfarrer auf, um mit Ihnen Einzelheiten wie Ablauf der Feier, den Taufspruch und anderes zu besprechen.

Hier finden Sie eine mögliche Auswahl für Taufsprüche